Viele Jahre lang war MusicBee mein Musikplayer. Mächtig, schnell, ein bisschen nerdig: genau richtig. Dann bin ich zu Linux umgezogen, und MusicBee musste als Windows-App zurückbleiben.
Also habe ich nach einem Musikplayer für Linux gesucht, der dasselbe kann, und ein paar ausprobiert.
- Der erste hat meine Tags umgeschrieben, und ich finde heute noch Überraschungen.
- Der zweite hat meine Sammlung so begeistert importiert, dass jedes Album dreimal auftauchte.
- Der dritte lief, sah aber aus wie ein Einstellungsdialog von 2003.
Zugegeben, das lag wohl vor allem an mir und meinen Linux-Kenntnissen. Echte Linux-Leute haben alle drei bestimmt perfekt eingestellt.
Irgendwann schien es mir einfacher, selbst einen Musikplayer zu schreiben, als noch einen Forumsbeitrag zu lesen. Der erste Commit kam im Dezember 2023, die ersten richtigen Versionen im Herbst 2026, dazwischen lag eine lange Pause. Heute läuft LocalSound unter Windows und Linux gleich, speichert Bewertungen und Tags in deinen Musikdateien, legt deine Titel in ordentlichen Ordnern ab und sieht dabei gut aus. Mission erfüllt, jedenfalls grösstenteils.
Und der Name? LocalSound fing als einfache Web-App an, die ich im Browser unter localhost geöffnet habe. Einen Tag später bekam sie ein eigenes Fenster, aber unter der Haube läuft es immer noch so: Ein kleiner Webserver antwortet unter 127.0.0.1, nur auf deinem eigenen Computer und sonst niemandem. Das «Local» kommt also von localhost. Dass es auch sagt, wo deine Musik zu Hause ist, ist ein schöner Zufall.